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Wir haben 1 Gast onlineJahresbilanz 2007 / Aus der Arbeit des Dekanatsrates
Die Strukturreform im Erzbistum Köln stand im Mittelpunkt der Arbeit. Zum einen geht es um die Bildung größerer Seelsorgebereiche durch Fusion aller Gemeinden oder durch Bildung einer Pfarreiengemeinschaft. Zum anderen sollen in jedem Seelsorgebereich nur noch ein Pfarrgemeinderat und ein Kirchenvorstand (bei Fusion) oder Kirchenvorstände plus Kirchengemeindeverband (bei Pfarreiengemeinschaft) existieren.
Bei den Vollversammlungen des Dekanatsrates, aber auch bei einem Treffen aller Pfarrgemeinderäte im Rhein-Sieg-Kreis wurde deutlich, dass damit die Basisarbeit in der einzelnen Gemeinde in Frage gestellt und die Arbeit auf den Schultern von weniger Priestern und deutlich weniger Laien gebündelt wird.
Vorschläge für alternative Modelle der Gemeindeorganisation wurden der Bistumsleitung und dem Diözesanrat, der die Interessen der Laien zu vertreten hat und den Erzbischof berät, unterbreitet. Es gab jedoch keine Bereitschaft, sich damit zu befassen. Bis zum 31. Juli 2008 erwartet der Erzbischof eine Entscheidung, welches der von ihm vorgeschlagenen Modelle der Zusammenarbeit die Gemeinden des Seelsorgebereiches übernehmen wollen.
Aktuell erarbeitet der Kreiskatholikenrat, unterstützt durch den Dekanatsrat, den Entwurf einer Satzung für Pfarrgemeinderäte, der auch künftig die Wahl einer Laienvertretung in jeder Gemeinde („Ortskatholikenrat“) ermöglicht. Damit soll die ortsnahe Seelsorge unterstützt und eine Vernachlässigung der Interessen der einzelnen Gemeinde verhindert werden.
Bis 2010 sollen aus Sicht der Bistumsleitung alle Schritte umgesetzt sein.
Weitere Aktivitäten:
Anlässlich des Evangelischen Kirchentages in Köln war Superintendent Dr. Eberhard Kenntner Gast des Dekanatsrates. Gemeinsam wurde die Situation der Ökumene vor Ort analysiert. Die Hospizgruppe stellt eine besonders intensive Form der Zusammenarbeit dar.
Das Jahresthema des Erzbistums Ehe und Familie wurde von Dr. Holger Dörnemann aus dem Generalvikariat vorgestellt. Segnungsgottesdienste für Kinder und Feiern für Paare am Valentinstag brachte er als Anregungen ein.
Die Situation der Kirchenmusik im Dekanat stellte Regionalkantor Bernhard Blitsch ausführlich dar. Er berichtete über mehrere Projekte, mit denen Kinder und Jugendliche für die (Kirchen-) Musik begeistert werden sollen.
Ausblick:
Die große Nachfrage nach dem Krippenführer des Dekanats führte zu der Idee, einen Krippensonntag zu veranstalten. Am Sonntag, 06. Januar 2008, stehen von 14 bis 18 Uhr alle Pfarrkirchen des Dekanates offen. So kann jeder seine persönliche Kreppchestour organisieren und die Schätze in der Nachbarschaft entdecken.
Lorenz Dierschke
Vorsitzender des Dekanatsrates Meckenheim-Rheinbach
