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Wir haben 1 Gast onlineErneute Strukturveränderungen wegen Priestermangel / Bistum plant Fusion von Gemeinden
Die Vollversammlung des Dekanatsrates Meckenheim-Rheinbach am 14.06.07 beschäftigte sich intensiv mit den Plänen des Erzbistums Köln, wie der Rückgang der Priesterzahl durch strukturelle Veränderungen kompensiert werden soll.
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v.l.n.r.:
Pater Stanislaus Friede, Dechant
Dr. Holger Dörnemann, Referent im Generalvikariat Köln
Lorenz Dierschke, Vorsitzender des Dekanatsrates
Dechant Stanislaus Friede berichtete von der Sitzung des Priesterrates der Diözese, in der entsprechende Vorschläge vorgestellt wurden. Entweder bleiben die einzelnen Pfarreien selbständig in der Vermögensverwaltung, bilden aber innerhalb des Seelsorgebereichs einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat. Oder es steht eine Fusion aller Gemeinden bevor, so dass Rheinbach, Swisttal, Meckenheim und Wachtberg jeweils eine einzige Pfarrgemeinde darstellen würden. Damit würde die Zahl der Leitungsgremien wie Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, gleichzeitig aber auch die der ehrenamtlichen Mitarbeiter drastisch verringert.
Der Dekanatsrat sieht darin Lösungsmöglichkeiten, die die Arbeitsbelastung der Priester teilweise reduzieren könnten. Allerdings wurden der Zeitdruck und fehlende Alternativen kritisiert. Daher verabschiedeten die Delegierten ein Votum an die Bistumsleitung, in die Überlegungen auch die Laienvertretungen mit einzubeziehen und nach Wegen zu suchen, den unterschiedlichen Situationen vor Ort Rechnung zu tragen. Vorsitzender Lorenz Dierschke fasste die Diskussion zusammen: „Veränderungen ja, aber mit Augenmaß und nicht als Anweisung von oben.“
Außerdem beschäftigten sich die Delegierten mit dem Schutz von Ehe und Familie. Dr. Holger Dörnemann, Referent im Generalvikariat Köln, stellte die Planungen des Erzbistums vor. Sie sind in einen Dreijahreszyklus eingebettet. Dazu gehören zentrale Angebote wie eine Familienwallfahrt mit den Nachbarbistümern, aber auch die Stärkung von Initiativen vor Ort. Die Delegierten werden in ihren Gemeinden Segnungsgottesdienste für Kinder und Paare anregen. Angesichts der steigenden Scheidungszahlen sollen begleitende Angebote für Ehepaare verstärkt werden. Die Einrichtung von Familienzentren soll dazu genutzt werden, Hilfsangebote zu bündeln und auszubauen.
Wegen des Erfolgs , den der erste Krippenführer des Dekanats hatte, plant der Dekanatsrat am Dreikönigstag 2008 einen Krippentag. Alle Pfarrkirchen sollen am Nachmittag geöffnet werden, um Kreppchestouren zu ermöglichen.
